Freitag, 9. September 2011

Nähen und Stoff

vor vielen, vielen Jahren (und damit meine ich wirklich viele Jahre, so ca. 22) habe ich genäht. Von allen Gardinen, was ja nicht so schwierig ist, über Schaufensterdeko und -behänge für den Betrieb in dem ich damals arbeitete, über Kindersachen bis hin zu Kleidern für mich, war alles dabei.

Leider ist das aus Zeit- und ehrlich gesagt auch aus Energiegründen eingeschlafen als ich 3 Kinder hatte und voll arbeiten ging. Nun werden die Kinder immer größer, selbstständiger und ich finde wieder mehr Zeit für mich und meine Hobbys.

Für die Herbstferien gibt es bei uns einen Nähkurs für Mädchen. Meine Tochter war sofort begeistert und ich meldete sie an. Dabei fragte ich mal nach einem Kurs für Erwachsene. Mehr aus Neugier. "Ja, den gibt es. Allerdings ist der voll. Soll ich sie mal auf die Warteliste setzen? Allerdings stehen nun schon mehrere Frauen vor ihnen darauf."

"Ja, klar. Machen sie mal." Ich dachte nicht im Traum daran, dass ich da reinrutsche. Vor knapp vier Wochen rief mich die gute Frau zurück und teilte mir mit, dass einige Damen von dem Kurs zurückgetreten seien und nun Platz für mich wäre, ob ich noch wollte.

Also habe ich zugesagt. Nun hatte ich das "Problem" das ich ein Projekt brauchte, dass ich schneidern wollte, den Schnitt, den Stoff und alle Kleinigkeiten dazu. Und das innerhalb von wenigen Tagen.

Also bin ich in unseren Stoffladen in der Stadt und suchte aus. Hinterher war ich ziemlich ernüchtert, was die Preise betraf. "Hmm, nähen nur noch ein Hobby, um nicht mit Massenware rumzulaufen? Früher war es einfach auch preiswerter sich die Sachen selber zu nähen." Schoss es mir durch den Kopf.

Vor zwei Wochen hatte ich nun meinen 1. Termin bei diesem Nähkurs. Da legte eine der Frauen, die schon länger dabei ist, Zettel aus, mit Adresse und Öffnungszeiten von einem Stoffgroßmarkt in unserer Nähe. Und ausgerechnet am folgenden Samstag hatte der eine Aktion "je Kilogramm Stoff 3,- €"

Wieviel wiegt Stoff? Was gibt es für Stoff? Welchen Stoff könnte ich gebrauchen? Lohnt sich die Anreise? Ist da was für mich dabei? Egal. Soweit weg war es nicht. Und wenn ich auch keinen Stoff kaufen würde, so ist der Stoffmarkt in einer schönen Stadt, die ich schon lange nicht mehr besucht habe.

Also fuhr ich hin. Und was soll ich euch sagen? Mich erwarteten Menschenmassen. Es war ein Gedränge und Geschiebe und das bei den hohen Temperaturen.
Ich schob mich mit durch, schaute, fasste an, versuchte mich zu orientieren wie das Prozedere ablief.
Es gab soviele wunderschöne Stoffe. Das könnte ihr euch kaum vorstellen.

Ich zeig euch einfach mal meine Ausbeute.

Ein bisschen Bammel war mir dann schon, als ich vor der Kasse stand. Ich hatte so und soviel Geld dabei. Würde das reichen?

Ich zeig euch mal die Stoffe im Einzelnen.
Wie gesagt, ich bin ohne Plan losgefahren. Wieviel Stoff brauche ich? Wenn ich Gardinen kaufen möchte,  für welche Fenster? Welche Breite haben die? Keine Ahnung. Also habe ich auf gut Glück Meterangaben gemacht. Hier hatte ich 5 solcher Schmetterlingselemente. Nun habe ich Gardinen für zwei Fenster und noch einen Schmetterling übrig. Den werde ich entweder zu einem Deckchen verarbeiten oder zu einem Bild. Mal sehen.


Ist die nicht goldig? Die reicht auch für zwei Fenster.

Der Stoff reicht für eine Tischdecke, die Kissenbezüge der Küchenstühle und für einen Querbehang und Seitenschals fürs Küchenfenster.

Hier wußte ich überhaupt nicht wieviele Meter ich brauche. Da diese Gardine auch noch in der Höhe gerafft wird. Also habe ich mir mal 10 Meter abschneiden lassen.

Dieser Stoff hatte es meiner Tochter angetan. Leider waren das nur noch zwei Meter. Sie hatte sich im Vorfeld für ihren Nähkurs schon mal einen Schnitt für einen Rock ausgesucht. Für den brauchte sie 2,90 m Stoff. Im Laden habe ich nur für ihren leichten Sommerstoff 58,- € bezahlt und dabei waren die Sommerstoffe schon mit 20% rabattiert...!

Hier das gleiche Muster nur eine andere Farbzusammenstellung. Und von dem war ausreichend da. Ich habe vier Meter genommen. Da sollte neben dem Sommerrock in Glockenform auch ein leichtes Oberteil drin sein.

Das ist ein sehr schöner, leichter, leicht durchsichtiger Stoff. Ideal für einen Sommerrock, wie ich ihn liebe. Da ich aber nicht nur einen Rock sondern auch mal ein Kleid damit probieren möchte, wurden es 4 Meter.

Mit diesen Stoffen bin ich erstmal zur Kasse und als ich den Preis hörte, war ich platt. 9,- €. Für das gesamte Paket an Stoff. Nur 9,- €. Klasse.

Da bin ich doch noch mal rein. Ich hatte nämlich schon die ganze Zeit mit einem Stoff geliebäugelt, wusste aber eben nicht, wieviel ist ein Kilo Stoff und reicht mein Geld.
Ich habe kurzer Hand den kompletten Rest dieses Stoffen gekauft. Ich finde ihn schön für die Küche. Ist so einwenig Landhausstil finde ich. Aber Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, davon Taschen zu nähen.
Dieser Stoff war sehr schwer. So habe ich an der Kasse dafür 8,- € bezahlt. Zu Hause habe ich dann mal gemessen wieviel Stoff das eigentlich ist. Über 10 Meter. 0,80 € für einen Meter dicken Stoff. Was will man mehr.

Dieser Stoffladen hat im April seine nächste Aktion dieser Art. Eins weiß ich genau. Ich bin dann wieder dabei. Und da ich nun weiß, was es gibt, werde ich vorbereitet sein. Ich werde wissen was ich nähen will, wieviel Stoff ich wofür brauche und kann dann gezielter einkaufen.

Nun freue ich mich erstmal auf meine ersten Nähprojekte, wobei die Schmetterlingsgardinen schon genäht sind und am Fenster hängen.

Für den Moment
liebe Grüße
Conny

1 Kommentare:

hanna hat gesagt…

Hi, gefällt mir sehr gut was ihr hier zeigt. Ich nähe momentan vorwiegend Patchworkstoffe und Kinderstoffe, da ich Mama geworden bin!

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Freitag, 9. September 2011

Nähen und Stoff

vor vielen, vielen Jahren (und damit meine ich wirklich viele Jahre, so ca. 22) habe ich genäht. Von allen Gardinen, was ja nicht so schwierig ist, über Schaufensterdeko und -behänge für den Betrieb in dem ich damals arbeitete, über Kindersachen bis hin zu Kleidern für mich, war alles dabei.

Leider ist das aus Zeit- und ehrlich gesagt auch aus Energiegründen eingeschlafen als ich 3 Kinder hatte und voll arbeiten ging. Nun werden die Kinder immer größer, selbstständiger und ich finde wieder mehr Zeit für mich und meine Hobbys.

Für die Herbstferien gibt es bei uns einen Nähkurs für Mädchen. Meine Tochter war sofort begeistert und ich meldete sie an. Dabei fragte ich mal nach einem Kurs für Erwachsene. Mehr aus Neugier. "Ja, den gibt es. Allerdings ist der voll. Soll ich sie mal auf die Warteliste setzen? Allerdings stehen nun schon mehrere Frauen vor ihnen darauf."

"Ja, klar. Machen sie mal." Ich dachte nicht im Traum daran, dass ich da reinrutsche. Vor knapp vier Wochen rief mich die gute Frau zurück und teilte mir mit, dass einige Damen von dem Kurs zurückgetreten seien und nun Platz für mich wäre, ob ich noch wollte.

Also habe ich zugesagt. Nun hatte ich das "Problem" das ich ein Projekt brauchte, dass ich schneidern wollte, den Schnitt, den Stoff und alle Kleinigkeiten dazu. Und das innerhalb von wenigen Tagen.

Also bin ich in unseren Stoffladen in der Stadt und suchte aus. Hinterher war ich ziemlich ernüchtert, was die Preise betraf. "Hmm, nähen nur noch ein Hobby, um nicht mit Massenware rumzulaufen? Früher war es einfach auch preiswerter sich die Sachen selber zu nähen." Schoss es mir durch den Kopf.

Vor zwei Wochen hatte ich nun meinen 1. Termin bei diesem Nähkurs. Da legte eine der Frauen, die schon länger dabei ist, Zettel aus, mit Adresse und Öffnungszeiten von einem Stoffgroßmarkt in unserer Nähe. Und ausgerechnet am folgenden Samstag hatte der eine Aktion "je Kilogramm Stoff 3,- €"

Wieviel wiegt Stoff? Was gibt es für Stoff? Welchen Stoff könnte ich gebrauchen? Lohnt sich die Anreise? Ist da was für mich dabei? Egal. Soweit weg war es nicht. Und wenn ich auch keinen Stoff kaufen würde, so ist der Stoffmarkt in einer schönen Stadt, die ich schon lange nicht mehr besucht habe.

Also fuhr ich hin. Und was soll ich euch sagen? Mich erwarteten Menschenmassen. Es war ein Gedränge und Geschiebe und das bei den hohen Temperaturen.
Ich schob mich mit durch, schaute, fasste an, versuchte mich zu orientieren wie das Prozedere ablief.
Es gab soviele wunderschöne Stoffe. Das könnte ihr euch kaum vorstellen.

Ich zeig euch einfach mal meine Ausbeute.

Ein bisschen Bammel war mir dann schon, als ich vor der Kasse stand. Ich hatte so und soviel Geld dabei. Würde das reichen?

Ich zeig euch mal die Stoffe im Einzelnen.
Wie gesagt, ich bin ohne Plan losgefahren. Wieviel Stoff brauche ich? Wenn ich Gardinen kaufen möchte,  für welche Fenster? Welche Breite haben die? Keine Ahnung. Also habe ich auf gut Glück Meterangaben gemacht. Hier hatte ich 5 solcher Schmetterlingselemente. Nun habe ich Gardinen für zwei Fenster und noch einen Schmetterling übrig. Den werde ich entweder zu einem Deckchen verarbeiten oder zu einem Bild. Mal sehen.


Ist die nicht goldig? Die reicht auch für zwei Fenster.

Der Stoff reicht für eine Tischdecke, die Kissenbezüge der Küchenstühle und für einen Querbehang und Seitenschals fürs Küchenfenster.

Hier wußte ich überhaupt nicht wieviele Meter ich brauche. Da diese Gardine auch noch in der Höhe gerafft wird. Also habe ich mir mal 10 Meter abschneiden lassen.

Dieser Stoff hatte es meiner Tochter angetan. Leider waren das nur noch zwei Meter. Sie hatte sich im Vorfeld für ihren Nähkurs schon mal einen Schnitt für einen Rock ausgesucht. Für den brauchte sie 2,90 m Stoff. Im Laden habe ich nur für ihren leichten Sommerstoff 58,- € bezahlt und dabei waren die Sommerstoffe schon mit 20% rabattiert...!

Hier das gleiche Muster nur eine andere Farbzusammenstellung. Und von dem war ausreichend da. Ich habe vier Meter genommen. Da sollte neben dem Sommerrock in Glockenform auch ein leichtes Oberteil drin sein.

Das ist ein sehr schöner, leichter, leicht durchsichtiger Stoff. Ideal für einen Sommerrock, wie ich ihn liebe. Da ich aber nicht nur einen Rock sondern auch mal ein Kleid damit probieren möchte, wurden es 4 Meter.

Mit diesen Stoffen bin ich erstmal zur Kasse und als ich den Preis hörte, war ich platt. 9,- €. Für das gesamte Paket an Stoff. Nur 9,- €. Klasse.

Da bin ich doch noch mal rein. Ich hatte nämlich schon die ganze Zeit mit einem Stoff geliebäugelt, wusste aber eben nicht, wieviel ist ein Kilo Stoff und reicht mein Geld.
Ich habe kurzer Hand den kompletten Rest dieses Stoffen gekauft. Ich finde ihn schön für die Küche. Ist so einwenig Landhausstil finde ich. Aber Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, davon Taschen zu nähen.
Dieser Stoff war sehr schwer. So habe ich an der Kasse dafür 8,- € bezahlt. Zu Hause habe ich dann mal gemessen wieviel Stoff das eigentlich ist. Über 10 Meter. 0,80 € für einen Meter dicken Stoff. Was will man mehr.

Dieser Stoffladen hat im April seine nächste Aktion dieser Art. Eins weiß ich genau. Ich bin dann wieder dabei. Und da ich nun weiß, was es gibt, werde ich vorbereitet sein. Ich werde wissen was ich nähen will, wieviel Stoff ich wofür brauche und kann dann gezielter einkaufen.

Nun freue ich mich erstmal auf meine ersten Nähprojekte, wobei die Schmetterlingsgardinen schon genäht sind und am Fenster hängen.

Für den Moment
liebe Grüße
Conny

1 Kommentare:

hanna hat gesagt…

Hi, gefällt mir sehr gut was ihr hier zeigt. Ich nähe momentan vorwiegend Patchworkstoffe und Kinderstoffe, da ich Mama geworden bin!